Vom Hermannsdenkmal muss der Geist von Frieden und Völkerverständigung in Europa ausgehen

Landtagskandidat E.-W. Rahe im Gespräch mit Herman van Veen
Ernst-Wilhelm Rahe im Gespräch mit Herman van Veen

Am Rande einer Pressekonferenz in Detmold hatte Ernst-Wilhelm Rahe heute (10.08.2009) die Gelegenheit, in einem Gespräch mit Herman van Veen über sein Projekt zum internationalen Kulturprogramm „Hermann 2009“ zu sprechen.

Der international bekannte Poet, Sänger und Liedermacher sieht sich selbst als „Harlekin“ auf der Bühne. Herman van Veen ist unter anderem Komponist des Kindermusicals über die mutige Ente „Alfred Jodocus Kwak“ und setzt sich als UNICEF-Botschafter für die Rechte der Kinder ein.

Die Idee, den niederländischen Künstler anlässlich des „Varusjahres 2009“ nach Detmold einzuladen, stammt vom Detmolder Bürgermeister Rainer Heller (SPD). Van Veen wurde schon früh für das Projekt gewonnen. Alle Castings und Proben fanden in der Region Lippe statt.

Herman van Veen hat mit seinem jüngsten Werk „Op een dag in september“ (Ein Tag im September) ein ganz besonderes Stück geschrieben und komponiert. Er interpretiert dabei das Hermannsdenkmal und auch die Symbolfigur Hermann den Cherusker völlig neu.

Ernst-Wilhelm Rahe nach seinem Gespräch mit van Veen: „Ich bin sehr froh darüber, dass nach diesem musikalischen und tänzerischen Werk das Hermannsdenkmal nicht mehr so einfach von alten und neuen Nazis als Kultstätte für ihre germanischen und nationalen Rituale missbraucht werden kann. Nach ‚Op een dag in september’ geht vom Hermannsdenkmal ein Geist von Frieden und Völkerverständigung in Europa aus.“

Obwohl Herman van Veen bislang nicht viel über den Inhalt seines Musiktheaters verraten will, ist wohl klar, dass er uns –wie so oft- auch mit diesem Stück eine Botschaft mit auf den Weg geben wird.

„Das eigentliche Stück beginnt mit dem letzten Ton auf der Bühne“, so van Veen in dem Gespräch, „dann wird das Nachdenken einsetzen und dann hat unser Musiktheater etwas bewegt.“ Das Ensemble setzt sich aus mehr als acht verschiedenen Nationalitäten zusammen, zwei Künstlerinnen stammen aus der Region Ostwestfalen.

Es wird insgesamt zehn Aufführungen auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal geben, danach sind weitere Vorstellungen in ganz Europa geplant.
Das Musiktheater ist für Kinder und Erwachsene geeignet, außerdem sind Familienkarten erhältlich.

Die Termine (jeweils um 20.30 Uhr) in Detmold, Waldbühne am Hermannsdenkmal:

  • 22. August 2009 (Uraufführung)
  • 23. bis 30. August 2009 und am 1. September

    Weitere Informationen erhalten Sie unter
    Hermann2009