Sammelaktion für die Erdbebenopfer in Chile

Mit Verwandten und Freunden der Familie von Lochow in Südchile ist eine Hilfsaktion für die Dörfer in der Gegend um Concepcion gestartet worden. Dr. Albrecht von Lochow, der diese Aktion mit initiiert hat, ist selbst in Temuco/Südchile geboren und aufgewachsen; er lebt und arbeitet jetzt mit seiner Familie im Mühlenkreis.

Sie packen Überseecontainer mit Hilfsgütern, die von Hamburg nach Chile verschifft werden. Ein Lagerraum in der Hauptschule Holzhausen steht zur Verfügung und die Spedition Lars Hölkemeier aus Porta fährt kostenlos einen LKW nach Hamburg.

Alles ist privat und ehrenamtlich organisiert, die Hilfe kommt bei den Menschen vor Ort direkt an.

Der erste Abgabetermin für die Pakete war am Dienstag, 16.3., 16.30 Uhr an der
Hauptschule Holzhausen, Bruchmühlenweg.

Der zweite und vorerst letzte Termin ist geplant für

Donnerstag, 25.3.2010,
auch an der Hauptschule Holzhausen, Bruchmühlenweg.

Der SPD Landtagskandidat Ernst-Wilhelm Rahe freut sich über die überwältigende Hilfsaktion und bittet, sich an diesem Engagement zu beteiligen: „Benötigt werden Kleidung, Werkzeug, Medikamente, robustes Spielzeug und vieles mehr. Die Menschen in Chile haben jetzt unsere Unterstützung bitter nötig. Helfen Sie mit!“

Was am dringendsten gebraucht wird, ist hier auf einer Liste als Dokument beigefügt.

Zum Hintergrund:
Bei dem schweren Erdbeben in Chile sind mehr als 300 Menschen getötet worden (TV Nachrichten vom 27.02.10), so die Chefin der Nationalen Rettungsbehörde (ONEMI), Carmen Fernandez, in Santiago de Chile. Der Erdstoß der Stärke 8,8 hatte sich am frühen Samstagmorgen vor der chilenischen Küste im Pazifik ereignet: Das stärkste Erdbeben seit 50 Jahren.

Das Epizentrum befand sich an der Küste etwa 100 Kilometer nordöstlich von Concepción. Nach dem ersten Beben ereigneten sich innerhalb von fünf Stunden 22 weitere Beben in der Region mit Stärken zwischen 5,0 bis zu 6,9.
Außer den erheblichen Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur in der Hauptstadt Santiago und anderen Großstädten weiter im Süden des Landes wurden weite Küstenstriche durch große Flutwellen verwüstet. Es seien zwei Millionen Menschen direkt von dem Beben betroffen und 1,5 Millionen Wohnungen teilweise oder ganz zerstört.