Tourismus in Bad Holzhausen auf demografischen Wandel gut vorbereitet

Branchen und Märkte unterliegen vielen Veränderungen. Gerade der Markt für Dienstleistungen im Bereich Tourismus, Pflege und Gesundheit spürt dies deutlich: Kranken- und Rentenversicherer reduzieren die Kuren, geringere Renten verhindern den Urlaub oder einen liebgewonnene Ausflug.

Trotzdem gibt es auch vor dem Hintergrund des Krisenszenarios Chancen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben. Diese rechtzeitig zu erkennen und in Dienstleistungen am Menschen umzuwandeln ist die besondere Stärke der Betriebe in Bad Holzhausen. Der SPD Landtagskandidat Ernst-Wilhelm Rahe besuchte die Betriebe der Familien Wolfgang und Uwe Stork sowie das Gesundheitszentrum „Holsing vital“, begleitet von einer Delegation aus Pr. Oldendorfer Kommunalpolitikern.

„Betriebe in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sind der Jobmotor der Zukunft, wenn sie ihre Dienstleistungen passgenau entwickeln. Dafür sind die Unternehmen in Bad Holzhausen gut vorbereitet“, so Rahes Fazit.

Die Familie Stork aus Bad Holzhausen ist eine feste Größe im Bereich der Gästebeherbergung. Namen wie Pension Haus Annelie, Cafe Elise und die „Residenz am Sonnenweg“ sind bei den Gästen gut bekannt. Hier wohnen jährlich viele tausend Gäste in familiärer Atmosphäre und ländlicher Umgebung. Das hat sich offenbar herumgesprochen. Jedes Jahr kommen neue Besucher hinzu, empfehlen den freundlichen Betrieb weiter und kommen gerne wieder. So bleiben die Urlauber den beiden Betreibern Wolfgang und Uwe Stork nicht selten mehr als 25 Jahre treu. „Kundenbindung erreichen wir in der Hauptsache dadurch, dass wir unseren Gästen täglich zeigen: Sie sind herzlich willkommen“, erläutert Wolfgang Stork. Dass die Zimmer, der Komfort, die Qualität und der Service stimmen, versteht sich von selbst. Über eine Differenzierung der Angebote hat sich der Betrieb schon seit langem fit gemacht für die Zukunft. Nicht ohne Grund ist die Residenz als Möglichkeit für Betreutes Wohnen vor wenigen Jahren eröffnet worden. 33 Wohneinheiten mit unterschiedlichen Komfortleistungen umfasst die moderne und Licht durchflutete Anlage. Mittendrin und stets dabei: Hier fühlen sich die Menschen wohl. Über eine Kapazität von 120 Zimmern verfügt das Haus Annelie. Diese sind mittlerweile verteilt auf verschiedene Gebäudeteile, wobei der älteste vielen Ortsansässigen noch als „Alte Schule“ bekannt ist. Die neueren Teile stammen aus den Jahren 1993 und 1997. Und es geht weiter, denn mit dem demografischen Wandel bieten sich neue Herausforderungen, sagt Wolfgang Stork und freut sich auf die nächsten Projekte.

Einen wichtigen Schritt in die Zukunft hat auch der Betrieb von Jens F. Holsing getan. Mit der Umbenennung von „Wiehengebirgsklinik Holsing“ in "Holsing Vital" hat der engagierte Unternehmer für den Familienbetrieb die Weichen gestellt. Hier möchte er in Zukunft über das Kerngeschäft der Anschlussheilbehandlung und ambulanten Therapie hinaus noch mehr Dienstleistungen zum Thema Wellness und Gesundheit anbieten. Das seit 1713 existierende Familienunternehmen bietet die besten Voraussetzungen dafür: Heilwasser, Moorbäder, Fitness- und Präventionsprogramme, einen großen Park, Café und Restaurant sowie die direkte Anbindung an das schöne Wiehengebirge. „Gesund zu sein wird für den Menschen in der Zukunft immer wichtiger werden. Und weil Krankheit auch für den Endverbraucher immer teurer wird, setzen wir auf die Verlagerung vom Erholungsurlaub am Strand zum Gesundheitsurlaub auf dem Land.“, sagt Jens F. Holsing. Jung und Alt in einem gemeinsamen Urlaub? Das könnte eine von vielen Zukunftsperspektiven des demografischen Wandels sein. Schlau ist, wer sich schon heute auf das Morgen vorbereitet. Das betrifft Menschen und Unternehmen gleichermaßen.

Wirtschaftlich gesehen ist diese Branche für den Ort extrem wichtig: Über 300 Arbeitsplätze schaffen die vor- und nachgelagerten Betriebe. Basis dafür waren unter anderem auch die rund 130.000 Übernachtungen.