SPD will es wissen

Strahenlende Gesichter bei den Kandidaten der SPD: (von links) Ernst-Wilhelm Rahe und Inge Howe wollen beide in den Landtag einziehen, Achim Post drückt ihnen als Kandidat für den Bundestag die Daumen. Fotos: Niemeyer
Strahenlende Gesichter bei den Kandidaten der SPD: (von links) Ernst-Wilhelm Rahe und Inge Howe wollen beide in den Landtag einziehen, Achim Post drückt ihnen als Kandidat für den Bundestag die Daumen. Foto: Niemeyer
So langsam füllt sich der Saal- es ist tolle Stimmung, und zugleich hoch angespannt (Foto A.S.)
Applaus für die Kandidaten: Ehrensache für die Delegierten aus Hüllhorst, »ihren« Ernst-Wilhelm Rahe zu unterstützen.
Applaus für die Kandidaten: Ehrensache für die Delegierten aus Hüllhorst, »ihren« Ernst-Wilhelm Rahe zu unterstützen. Foto: Niemeyer

Die SPD im Mühlenkreis strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Von einem »Kribbeln« angesichts der Landtagswahl spricht Unterbezirksvorsitzender Michael Buhre. »Jetzt ist Zeit, um für klare Verhältnisse zu sorgen.« Das Personal dafür ist jedenfalls gefunden: Ernst-Wilhelm Rahe und Inge Howe haben die Delegierten hinter sich vereint.

Strahenlende Gesichter bei den Kandidaten der SPD: (von links) Ernst-Wilhelm Rahe und Inge Howe wollen beide in den Landtag einziehen, Achim Post drückt ihnen als Kandidat für den Bundestag die Daumen.

In einer gemeinsamen Wahlkreisdeligiertenkonferenz haben 82 von 84 Genossen den Hüllhorster Ernst-Wilhelm Rahe für den Altkreis Lübbecke (plus Hille und Petershagen) ins Rennen geschickt. Inge Howe, seit 2000 Landtagsabgeordnete, versammelte 90 der 91 Stimmen für ihre erneute Wahlkreis-Kandidatur in Minden, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica auf sich. »Ein tolles Ergebnis«, wie Michael Buhre befand.

Donnerstagabend machte sich in der Lübbecker Stadthalle Parteitagsstimmung breit. »In zwei Jahren ist von der Minderheitslandesregierung so viel auf den Weg gebracht worden – das haben die Mehrheitsregierungen vor ihr nicht geschafft«, lobte der Unterbezirksvorsitzende und Mindener Bürgermeister Buhre die Arbeit der Kraft-Regierung. Bildungspolitik und Kommunalfinanzen nannte er als Beispiele. Für Hannelore Krafts Ansatz der Politik, die niemanden zurücklassen, stünden gerade auch die beiden neuen, alten Kandidaten im Kreis Minden-Lübbecke. »Der Vorschlag ist uns nicht schwer gefallen«, so Buhre.

Die 59-jährige Inge Howe – Krankenschwester und Pflegedienstleiterin aus Minden – hat sich mit ihren Schwerpunktthemen Gesundheits- und Bildungspolitik, vor allem aber mit ihrer Arbeit im Petitionsausschuss des Landtages auch über den Mühlenkreis hinaus einen Namen gemacht, wie sie Bundestagsabgeordneter Achim Post vorstellte. Unter Schwarz-Gelb war sie fünf Jahre lang auch Vorsitzende dieses Gremiums. »Es ist direkte Hilfe, die dort passiert«, sagte Howe. Mehr als einmal hätten Einzelpetitionen Einfluss auf die Politik genommen.

Ernst-Wilhelm Rahe (53) nimmt nach 2010 ein zweites Mal Anlauf Richtung Düsseldorf. Der Fachreferent in der Behindertenhilfe freut sich schon auf eine Doppelfunktion, wie er sagt: als Abgeordneter und als Mitglied des Landesvorstandes, dem er seit 2002 angehört. Soziale Themen liegen ihm am Herzen, speziell die frühe Förderung von Kindern. »Es gibt viele tolle Aktivitäten, man muss sie nur gut vernetzen«, sagt Rahe.

Artikel vom 31.03.2012