Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Kreis Minden-Lübbecke

Engagiert, motiviert und vor Ort: die Jusos im Kreis Minden-Lübbecke vor der Stadthalle
Sie sind mit dem Tag zufrieden und zeigen sich vereint: Ernst-Wilhelm Rahe, Hannelore Kraft und Inge Howe

 

Einen Tag lang tourte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft durch den Kreis Minden-Lübbecke.

Ihr erster Termin fand im Mindener Straßenwahlkampf statt, wo sie zusammen mit den Landtagskandidaten Inge Howe und Ernst-Wilhelm Rahe Rosen verteilte und so mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kam. Und diese Gelegenheit nutzten alle drei ausgiebig.

Unterstützt wurden Kraft, Howe und Rahe vom SPD Stadtverband Minden und von den Jusos Minden-Lübbecke, die mit dem Mobil der NRWJusos vor Ort waren.

In einer kurzen Rede stellte Hannelore Kraft die Kernpunkte ihrer Politik dar und verwies auch auf die umgesetzten Ziele aus dem Landtagswahlkampf 2010:

  • Abschaffung der Studiengebühren,
  • Ermöglichung des längeren gemeinsamen Lernens,
  • Stärkung der Kommunalfinanzen und Wiederherstellung der Mittbestimmung im Öffentlichen Dienst.

Besuch des Wittekindshofs in Bad Oeynhausen
Nach dem Mindener Termin machten sich Hannelore Kraft und die Kandidaten auf den Weg nach Bad Oeynhausen, um den „Wittekindshof“-Campus zu besuchen.

Die NRW-Ministerpräsidentin und NRWSPD-Spitzenkandidatin nahm sich Zeit, um mit den Bewohnern und den Menschen die in den Einrichtungen des Wittekindshofes zu reden.

Kraft zeigte sich beeindruckt von den Geschichten und Leistungen der Bewohner. „Solche unmittelbaren Eindrücke und Gespräche braucht man, um gute Politik zu machen“, so Kraft und versprach den geplanten „Einsatz-Vor-Ort“ nach der Landtagswahl nachzuholen.

„Einsatz vor Ort“
Am Abend ging es zum Abschluss nach Lübbecke in die dortige Stadthalle. Die NRWSPD und die Kandidaten Inge Howe und Ernst-Wilhelm Rahe hatten zur Abendveranstaltung „Einsatz vor Ort“ eingeladen.

Hannelore Kraft hatte als Voraussetzung für ihren Wahlkreis-Besuch gemacht, dass die dortigen Kandidaten für einen Tag in einen Unternehmen oder soziale Einrichtung arbeiten müssen, um ein Bild von der beruflichen Situation der Menschen vor Ort zu gewinnen, um für diese Menschen gute Politik zu machen.

Ernst-Wilhelm Rahe hat einen Tag bei der Wortmann AG in Hüllhorst in der Produktion gearbeitet.
Rahe ist Referent der Behindertenhilfe beim Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW. Ein prägender Eindruck für Rahe: „Ich hielt um 16 Uhr etwas in Händen, was ich selbst gemacht hatte. Sonst begleite ich langfristige Projekte, produziere aber nichts. Das war ein gutes Gefühl.“

Inge Howe, examinierte Krankenschwester, hat einen Tag in einer Tageseinrichtung der Diakonie Salem-Köslin gearbeitet. Sie half bei der Krankengymnastik, Essensverteilung und in der Beschäftigungstherapie. Howe machte deutlich, dass viel mehr für den Pflegebedarf gemacht werden muss, um ausreichend Pflegekräfte in Zukunft zu haben.
Hannelore Kraft berichtete über ihre eigenen „Vor-Ort-Einsätze“ bei der Polizei, wo sie direkt am Einsatzort eingesetzt wurde oder über ihre Tätigkeit auf einer Schlaganfallstation in Aachen, wo sie auch für die Körperpflege und Mobilisation der Patienten zuständig war.

Hintergrund dass sie auch als Ministerpräsidentin weiter Tagespraktika macht ist, dass sie bei den zahlreichen Betriebsbesichtigungen, die zum Alltag einer Ministerpräsidentin gehören, nicht an die Arbeiter heran kam. „Da standen die Chefs daneben und passten auf, dass die das Richtige sagten“, so Kraft und fügt hinzu, „es gibt keine bessere Schule für Politiker, als raus zu gehen und mitzuarbeiten.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stand das Wahlprogramm der NRWSPD im Fokus. Auch stellte sich Kraft den kritischen Fragen aus dem Publikum zu den Themen Schulden, Dichtheitsprüfung oder Bildung.
Am Schluss der Veranstaltung bekam Kraft von den Kandidaten ein Insektenhotel für ihren Garten geschenkt.

Dieses Insektenhotel wird von einer Werkstatt der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland hergestellt und Kraft freute sich über das Geschenk, über „das sich auch meine Mutter freuen wird, die unseren Garten zu Hause so schön pflegt“.