MdL E.-Wi. Rahe bei seinem Antrittsbesuch in Hüllhorst

Neue Westfäische (links) und Westfalen Blatt (rechts) berichten über Antrittsbesuch

Hier geben wir Ihnen die Artikel der Presse bekannt.

Das Westfalen-Blatt schrieb am 17.08.2012:

Ernst-Wilhelm Rahe hat Heimspiel
Antrittsbesuch des SPD-Landtagsabgeordneten bei Wilhelm Henke

Von Kathrin Kröger
Hüllhorst (WB). »Heute ist das für mich ein Heimspiel« – der Tengeraner Ernst-Wilhelm Rahe, seit Mai 2013 SPD-Landtagsabgeordneter, hat gestern einen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Wilhelm Henke gemacht. Es war die sechste Station der Tour durch seinen Wahlkreis Minden-Lübbecke I.
Bürgermeister Wilhelm Henke hat SPD-Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe im Hüllhorster Rathaus begrüßt.

Zu den Themen beim Sechs-Augen-Gespräch – mit dabei war auch Rahes Mitarbeiter Hartmut Stickan – gehörten Dienstleistungen im Sozialbereich. »Wir brauchen in unserer Gemeinde wieder eine Einrichtung für Tagespflege. Solch eine hatten wir mal in Büttendorf«, sagte Henke, der mit Rahe die Finanzierung, sprich Fördermöglichkeiten, erörterte. Gesucht ist ein externer Träger für das Projekt. Als Standort wären leer stehende landwirtschaftliche Gebäude denkbar, meinte Rahe.

An weiteres Anliegen des Gastgebers ist, die Nahversorgung in Oberbauerschaft, dem größten Ortsteil der Gemeinde, zu sichern. »Es bröckelt«, gab Henke zu bedenken. Rahe regte an, »den sozialen Bedarf mit dem Infrastruktur-Bedarf zu verbinden«. Die Idee: Integrationsbetriebe schaffen Perspektiven für ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker den Hahme-Frischemarkt in Stemwede-Haldem.
Die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderungen – dieses Modell führte auch zum Thema Inklusion. Der Bürgermeister zeigte sich skeptisch, dass die Gemeinde eine »Schule für alle Schüler« reibungslos umsetzen könne. Unklar seien Bedingungen, Vorgaben, Schülerschlüssel bis hin zur Finanzierung. »Was kommt da auf uns zu? Ich fürchte, dass man die Kommunen auch hierbei finanziell im Regen stehen lässt.« Nach Rahes Einschätzung werde man auch in Zukunft nicht vollständig auf das Sonderschulsystem verzichten können. »Grundsätzlich ist zu sagen: Im Vordergrund steht immer der individuelle Förderbedarf eines Kindes.«

Schließlich wurde auch der Dauerbrenner »Schlechte Straßen« angeschnitten. Größtes Sorgenkind ist die Alte Straße. Auf einem Teilabschnitt wird Ende August mit dem Bau eines Bürgerradweges begonnen. Henke hofft, dass die Straße im Zuge dessen »wenigstens von Hüllhorst bis zur Husenmühle eine neue Decke bekommt«. Der Landtagsabgeordnete konnte hier keine Versprechungen machen. Gespräche mit dem Straßenbaubetrieb gebe es aber nach wie vor, sagte Henke.

 

Am 18. August veröffentlichte die Neue Westfälische:

Heimspiel für den Abgeordneten Rahe
Antrittsbesuch bei Bürgermeister Wilhelm Henke

VON JESSICA KLEINEHELFTEWES

Hüllhorst. „Natürlich kenne ich mich in Hüllhorst bestens aus“, musste Ernst-Wilhelm Rahe schmunzelnd zugeben. Dennoch, in einem solchen Rahmen hatten sich Rahe, der mit Mitarbeiter Hartmut Stickan zum Antrittsbesuch bei Bürgermeister Wilhelm Henke vorbei- schaute, bisher noch nicht getroffen. Daher gab es an diesem Nachmittag auch viel zu besprechen.

Besonders das Thema Inklusion lieferte viel Diskussionsstoff. Für den SPD-Landtagsabgeordneten, der unter anderem Mitglied im Ausschuss für Familie und Jugend ist, eine „Herzensangelegenheit“.

Henke zeigte sich skeptisch, dass die Gemeinde eine „Schule für alle Schüler“ reibungslos umsetzen könne. Unklar seien Bedingungen, Vorgaben und Finanzierung. „Ich fürchte, dass das Thema von der Landesregierung durchgeboxt wird, und dass man die Kommunen dabei finanziell im Regen stehen lässt“, gab der Bürgermeister zu bedenken. „Es dürfe nicht mit Inklusion gedroht werden“, entgegnete Rahe.

Nach Rahes Einschätzung werde man auch in Zukunft nicht vollständig auf das Sonderschulsystem verzichten können. „Grundsätzlich steht immer der individuelle Förderbedarf eines Kindes im Vordergrund.“

Neben dem Schulthema stand auch die Entwicklung des ländlichen Raums für die beiden im Mittelpunkt. „Wir brauchen in unserer Gemeinde wieder eine Einrichtung für Tagespflege“, sagte Henke, der mit Rahe die Möglichkeiten der Umsetzung erörterte. Gesucht ist ein externer Träger für das Projekt. Als Standort wären leer stehende landwirtschaftliche Gebäude denkbar, da waren sich Henke und Rahe einig.

Ein weiteres Anliegen des Bürgermeisters war, die Nahversorgung in den Ortsteilen zu sichern. „Viele Geschäftsinhaber würden immer älter“, gab Henke zu bedenken. So gäbe es zum Beispiel in Oberbauerschaft, dem größten Ortsteil der Gemeinde, nur noch wenige Einkaufsmöglichkeiten. Wer nicht mobil sei, bleibe da auf der Strecke.

Rahe regte an, „den sozialen Bedarf mit dem Infrastruktur-Bedarf zu verbinden“. Seine Idee: Integrationsbetriebe schaffen Perspektiven für ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten. „Es gibt viele erfolgreiche Projekte, die zeigen, dass das funktioniert“, so der Landtagsabgeordnete.

Größtes Sorgenkind ist die Alte Straße. Auf einem Teilabschnitt wird Ende August mit dem Bau eines Bürgerradweges begonnen. Henke hofft, dass die Straße im Zuge dessen „wenigstens von Hüllhorst bis zur Husenmühle eine neue Decke bekommt“. Der Landtagsabgeordnete konnte hier keine Versprechungen machen. „Gespräche mit dem Straßenbaubetrieb laufen aber“, sagte das Gemeindeoberhaupt.