Mehr Lernförderung für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen

Der Landesarbeitsminister habe mit einem neuen Erlass für eine sozial gerechtere Neuregelung bei der Gewährung von Lernhilfen im Rahmen des Teilhabe- und Bildungspakets gesorgt.

„Die bundesgesetzlichen Regelungen des Bildungs- und Teilhabepakets sind zum Teil so praxisfern und bürokratisch, dass wir gegensteuern müssen, damit die Bedürftigen überhaupt zu ihrem Recht kommen. Es macht eben keinen Sinn, Nachhilfe erst dann zu gewähren, wenn das Kind schon buchstäblich in den Brunnen gefallen ist, d. h. wenn es droht, sitzen zu bleiben“, sagt Ernst-Wilhelm Rahe als Begründung.

„Es kommt darauf an, dass viel früher gefördert wird, damit die Kinder ihre Leistungen rechtzeitig verbessern können“, ergänzt Inge Howe. „Schließlich geht es darum, allen bedürftigen Kindern und Jugendlichen die bestmögliche schulische Ausbildung zu bieten und damit ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu optimieren.“
Dies dürfe nicht an Formalitäten scheitern. „Wir in NRW geben mit unserer Neuregelung damit viel mehr Kindern und Jugendlichen aus armen Familien eine Chance.“

Bisher stand – je nach Einzelfallprüfung – die Lernförderung betroffenen Familien nur dann zu, wenn bei ihren Kindern zum Beispiel die Versetzung oder der Schulabschluss gefährdet waren.

Von der Ausweitung der Lernförderung können in Nordrhein-Westfalen nunmehr viele Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen profitieren.
Anträge für Lernförderungen können Familien mit geringem Einkommen aus dem Mühlenkreis bei Amt proArbeit stellen. Insgesamt können im Mühlenkreis über 5.300 Kinder und Jugendliche Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen.