Lärmreduzierung im Güterschienenverkehr ist möglich

Stefan Groß-Thedick und Johannes Gräber erläutern Gustav Herzog (MdB) und Inge Howe (MdL) den Aufbau der Prüfverfahren

Minden. Auch um sich über die Ergebnisse zur Lärmreduzierung an Schienenwegen zu informieren, war der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog (SPD) aus Berlin nach Minden gekommen. Daran arbeiten seit Jahren die Ingenieure der DB-Systemtechnik in Minden.

Der Leiter des Geschäftssegmentes Ingenieurdienstleistungen Johannes Gräber empfing die beiden Politiker mit Stolz. Die DB Systemtechnik als selbständiges Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG wächst und hat gute Zukunftsaussichten. „Mit über 700 Mitarbeitern können wir viele Dienstleistungen für Eisenbahnunternehmen aus Europa und der ganzen Welt anbieten“, so Gräber.

Gustav Herzog und Inge Howe waren besonders an den neuen Bremssystemen interessiert, die in Minden für die europäischen Eisenbahnen entwickelt und zur Serienreife gebracht werden. „Mit diesen neuen Systemen kann der Bremslärm von Güterzügen wesentlich gemindert werden. „Das ist eine gute Nachricht“ freute sich Inge Howe. Die stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses konnte den Ingenieuren viel von Eingaben und Beschwerden der Bürger entlang den Schienenwegen erzählen. „Erst in der letzten Woche war ich bei Anliegern der Nordbahn in Bad Oeynhausen. Die beschweren sich nicht zu Unrecht!“

Das Zulassungsverfahren der neuen Bremssysteme soll noch in diesem Jahr endgültig abgeschlossen werden. „Dann könnten bis zum Jahr 2020 schon einen Großteil der alten Waggons und alle neuen Fahrzeuge mit diesen Flüsterbremsen ausgestattet sein“ zog Gustav Herzog ein positives Resümee des Besuches.