Angebote zur Verhinderung von Pflegebedürftigkeit im vertrauten Wohnquartier fördern

Pflege im vertrauten Wohnquartier muss möglich sein

Angebote zur Verhinderung von Pflegebedürftigkeit im vertrauten Wohnquartier fördern

Minden. Neue Wohnformen im Alter als Alternative zu Heimen erleichtern, Angebote zur Verhinderung von Pflegebedürftigkeit im vertrauten Wohnquartier fördern: Mit einer grundlegenden Reform des Wohn- und Teilhabegesetztes (WTG) und des Landespflegerechts will die Landesregierung hierfür die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.
#„Wir müssen die Strukturen den Bedürfnissen der Menschen anpassen – nicht umgekehrt“, erklärten die heimischen Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe und Inge Howe.

„Die überwiegende Mehrheit der Älteren und der Menschen mit Behinderung möchte so lange wie möglich zu Hause, in der Familie oder wenigstens in ihrem vertrauten Wohnquartier leben“, fährt Inge Howe fort.
Derzeit gelten für „Ambulant betreute Wohngemeinschaften“ dieselben Mindestanforderungen, wie für Heime, z.B. maximal ein Bad für zwei Personen. Ein Duschbad mit WC für je vier Personen könnte aber ausreichen.

„Auch die ständige Anwesenheit einer Pflegekraft muss – je nach Bewohnerinnen und Bewohnern – in einer solchen WG im Gegensatz zum Heim nicht grundsätzlich erforderlich sein“, weiß Rahe aus seiner 30-jährigen Tätigkeit als Fachreferent der Behindertenhilfe in NRW.

Zur Unterstützung der kommunalen Pflegeplanung werden vom Land Fördermittel in Höhe von insgesamt 8,7 Millionen Euro in einem „Landesförderplan Alter und Pflege“ gebündelt werden.
Hieraus kann der Kreis einen Personalkostenzuschuss (bis zu 50%) für die Einstellung einer Quartiersmanagerin, bzw. eines Quartiermanagers erhalten.