Landtag verabschiedet Inklusionsgesetzt

Das NRW-Parlament hat heute das von der Regierung erarbeitete Inklusionsgesetz beschlossen. Damit setzt NRW die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen um. 

„Das ist ein großer Schritt in Richtung inklusive Gesellschaft“, kommentiert Ernst-Wilhelm Rahe, SPD-Landtagsabgeordneter.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das nun auch in unseren Schulen gelebt werden kann. Wir haben mit dem neuen Gesetz die notwendigen Spielräume und Möglichkeiten geschaffen, dass alle Kinder mit und ohne Handicap ihre Fähigkeiten, Neigungen und Talente frei entfalten können. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen fordert von uns unter anderem auf, für eine Schule zu sorgen, die allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen eröffnet, ungeachtet ihrer individuellen Voraussetzungen oder ihrer aktuellen Lebenslagen.

Der gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ist in NRW kein Neuland. Doch jetzt kann Inklusion der Normalfall werden.

Die Forderung nach inklusiver Schulentwicklung ist also keine neue Herausforderung, vielmehr ist sie eine Weiterentwicklung unseres Anliegens, Schule kontinuierlich besser zu machen und so nach und nach eine inklusive Gesellschaft für alle zu schaffen.

Jetzt kommt es darauf an, dass es auch in den Schulen im Mühlenkreis die notwendigen Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusion geschaffen werden. Ich kenne viele Schulen in meinem Wahlkreis, die schon auf einem sehr guten Weg sind.“

Wichtig sei, dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung nicht nur eine Aufgabe der Schule ist. „Vielmehr müssen wir auch in der Arbeitswelt und im Wohnumfeld für ein diskriminierungs- und barrierefreies Zusammenleben sorgen!“

Hier finden Sie weitere Statements der Abgeordneten von der Debatte am 16. Oktober im Plenum des Landtages:

Landtag verabschiedet Inklusionsgesetz