Rahe zur Bildung von Grundschulklassen in Espelkamp:

Bildquelle: Dieter Schütz/pixelio.de

Zur Debatte um die Bildung von Eingangsklassen an den Espelkamper Grundschulen äußert sich der SPD Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe:
„Das geltende Schulrecht schafft für die Schulträger viele Möglichkeiten Grundschulstandorte zu erhalten. So dürfen jetzt auch Eingangsklassen mit nur 15 Schülern statt wie bisher mindestens 19 Schülern gebildet werden. Auch ist extra die Möglichkeit erweitert worden jahrgangsübergreifende Gruppen zu bilden. So sind Teilstandorte mit nur noch 30 Schülern in zwei Jahrgangsklassen 1-4 möglich! Weiterhin kann der Schulträger die Höchstschülerzahl für Grundschulen begrenzen. Von all diesen Möglichkeiten des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes ist scheinbar in Espelkamp nicht wirklich Gebrauch gemacht worden“ weißt Rahe Kritik an der Landesgesetzgebung zurück.

„Durch die Einrichtung der kommunalen Klassenrichtzahl wird die Steuerungsmöglichkeit der Schulträger erhöht. Die Stadt trägt damit aber auch die Verantwortung zum Beispiel für vergleichbare Klassenstärken zu sorgen. Die Regelung mit einem entsprechenden Konzept einen jahrgangsübergreifenden Teilstandort mit einem jahrgangsbezogenen Hauptstandort zu kombinieren, schafft gute Möglichkeiten, auch die Teilstandorte auf Dauer abzusichern.“

Die achte Änderung des Schulrechtes ist im Dezember 2012 von allen Fraktionen im Düsseldorfer Landtag mit Ausnahme der FDP beschlossen worden. Durch dieses Gesetz sollen kleiner Klassen an den Schulen ermöglicht werden um die Standorte auch bei rückgängigen Schülerzahlen gerade im ländlichen Raum zu erhalten. Landesweit werden für die kleineren Klassen ca. 1.700 Lehrerstellen geschaffen. „Die Stadt als Schulträger ist hier zunächst gefordert. Einfach dem Landesgesetzgeber die Schuld an eigenen Versäumnissen zuschieben gilt nicht!“ so Rahe abschließend.

Bildquelle: Dieter Schütz/pixelio.de