Höhere Steuerentlastung für Alleinerziehende

Das entsprechende Gesetz ist in Kraft getreten und gilt für das gesamte Jahr 2015. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Kind müssen keine Anträge stellen, denn bei ihnen wird der erhöhte Entlastungsbetrag automatisch beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber über die Steuerklasse II berücksichtigt und zwar in voller Höhe mit der Dezemberabrechnung. Die Steuerentlastung für alle weiteren zu berücksichtigenden Kinder, für die ein Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag besteht, kann bei der nächsten Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Finanzminister Norbert Walter-Borjans: „Die Entlastung für Alleiner­ziehende ist mehr als gerecht: Sie haben in ihrem Alltag in der Regel weit größere Belastungen zu bewältigen als zusammen lebende Elternpaare.“

 Soll der zusätzliche Freibetrag von 240 Euro für weitere Kinder bereits beim Lohnsteuerabzug in diesem Jahr berücksichtigt werden, dann muss das allerdings bis Ende November beim Finanzamt beantragt werden. Eine automatische Berücksichtigung über die Steuerklasse II kann hier nicht erfolgen.

Das Antragsformular steht unter www.fm.nrw.de (Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2015) zum Download und Ausdruck zur Verfügung. Da das bundesweit geltende Formular die Gesetzesänderung noch nicht berücksichtigt, reicht es aus, wenn dem Antrag auf Lohnsteuer­ermäßigung formlos, zum Beispiel eine Anlage mit entsprechender Erläuterung, beigefügt wird. Es sollte auch die Identifikationsnummer der zu berücksichtigenden Kinder angegeben werden.

 Bei Alleinerziehenden, die keine Arbeitnehmer sind oder die nicht die Steuerklasse II beantragt haben, können die Freibeträge bei der nächsten Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

 Mit dem Bundesgesetz sind heute weitere steuerliche Entlastungen in Kraft getreten. Unter anderem sind der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag für 2015 und 2016 erhöht worden. Diese Änderungen werden bei Arbeitnehmern automatisch und für 2015 beim Lohnsteuerabzug für die Dezemberabrechnung berücksichtigt.

 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Finanzministeriums, Telefon 0211 4972-5004.

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