Mit Leidenschaft für die Geschichte

v.l. Temo Kurdadze, Architekt Wolfgang Riesner, MdL Ernst-Wilhelm Rahe, SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Christian Ebenau, Brunhild Wagner, MdB Achim Post, Klaus Thater, Mitglied im SPD-Ortsvereinsvorstand und SPD-Ratsmitglied Angelika Dreier.

MdB Achim Post und MdL Ernst-Wilhelm Rahe besichtigen das Alte Amtsstubenhaus in Petershagen

Es gibt sie auch heute noch, die sensationellen Funde von Zeugnissen der Geschichte. So etwa die Alte Amtsstube in Petershagen, die der Bundestagsabgeordnete Achim Post und der Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe (beide SPD) auf ihrer diesjährigen Sommertour besichtigt haben.

Brunhild Wagner, seit 2014 Besitzerin des Hauses, war bei der Renovierung auf Wandmalungen gestoßen, die darauf schließen lassen, dass das Haus deutlich älter ist als zuvor gedacht. „Inzwischen haben wir herausgefunden, dass das Haus wohl 1599 für den fürstbischöflichen Amtmann Johann von Staffhorst gebaut wurde“, berichtet Brunhild Wagner. „Das ist schon etwas sehr besonderes. Ausgemalte Stuben aus der Zeit gibt es in Westfalen häufiger. Aber dass wir auch auf bemalte Dielenwände gestoßen sind, ist eine echte Sensation.“

Das Erdgeschoss des Hauses wird im Rahmen der mehrjährigen Restaurierung für Führungen, Vorträge und kleine Veranstaltungen genutzt. Das Ziel von Brunhild Wagner ist es, den Menschen in Petershagen das Stück Stadtgeschichte zugänglich zu machen.

Auf die Unterstützung der Abgeordneten kann sie dabei bauen. So hat sich Achim Post gemeinsam mit seinem damaligen Kollegen Steffen Kampeter dafür eingesetzt, dass für die Arbeiten am Haus Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI des Bundes bereitgestellt werden. Dass unter den bundesweit insgesamt 138 geförderten Denkmalschutzprojekten, die mit rund 20 Millionen Euro Bundesmittel unterstützt werden, auch das Amtsstubenhaus dabei ist, gilt als Sensation in Petershagen. Das Projekt wird historisch und baufachlich von den Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe begleitet.

Ernst-Wilhelm Rahe und Achim Post abschließend: „Das Amtsstubenhaus ist nicht nur für den Mühlenkreis, sondern weit darüber hinaus von großer Bedeutung! Wir freuen uns daher sehr, dass Frau Wagner dank der Fördermittel nun mit der Restaurierung des historischen Hauses beginnen kann.“