16. Kalenderwoche 2012 (16. bis 22. April)

Eine wahrhaft kraftvolle Woche…

#Montag, 16. April#

#15.30 Uhr,Hüllhorst, Fa. Wortmann:#
Kurze #Vorbesprechung mit Herrn Homann# von der Wortmann AG für meinen morgigen Arbeitseinsatz. Ich muss ja wissen, wann Arbeitsbeginn ist und an wen ich mich wenden muss. Aber alles ist ganz unkompliziert…

#19.30 Uhr, Hüllhorst-Tengern:#
Treffen der #Bürgerinitiative gegen den geplanten Hähnchenmaststall# in der Tengeraner Schweiz. Das wird noch eine #schwierige Auseinandersetzung aber wichtig# ist, dass alle Beteiligten miteinander im Gespräch bleiben.
#Dienstag, 17. April#

Düsseldorf / Eigentlich ist heute ein Treffen aller Kandidatinnen und Kandidaten in Düsseldorf vorgesehen. Gemeinsames Foto und Diskussion mit Hannelore Kraft. Doch ich habe mich abgemeldet, denn mein Tagesplan führt mich heute in die Produktion: „Einsatz vor Ort“.

#6:50 Uhr,Hüllhorst, Fa. Wortmann#
#7.00 Uhr: Arbeitsbeginn in der Produktion# bei der Wortmann AG.
Gut, dass ich #von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen angeleitet# werde. Zunächst einmal muss ich lernen, wie man das Innenleben eines Computers zusammenschraubt.
Danke an den Produktionsleiter Thomas Homan für die freundliche Begrüßung und Danke vor allem auch an Carena Seidel, die mir mit einer Engelsgeduld die wichtigsten Handgriffe beigebracht hat und mit kritischem Auge alles überprüft. Schon #interessant, wie unter industriellem Produktions- und Qualitätsstandard individuelle Kundenwünsche umgesetzt# werden.

#9:45 Uhr, dto. Frühstückspause#.
Im Raucherraum komme ich #mit einigen Kolleginnen# und Kollegen ins Gespräch. #Sie finden es ungewöhnlich, dass ein Politiker einen ganzen Tag in der Produktion dabei ist#. Das ist nun mal das Konzept und gleichzeitig die „dringende Aufforderung“ von Hannelore Kraft und ich finde, sie hat Recht: denn die Erfahrungen in einer für mich fremden Branche sind schon wichtig, wenn man die Region in Düsseldorf vertreten will.
Übrigens: Nette Kolleginnen und Kollegen hier, die meistens schon lange in der Firma sind und ein #gutes Betriebsklima# haben.

#10:00 Uhr, dto.#
Weiter geht’s mit der Produktion der „Terra-Computer“. Man muss schon aufpassen, alles richtig und in der richtigen Reihenfolge zu machen. So langsam sieht man auch schon (eigene) Ergebnisse. Alles aber unter strenger Qualitätskontrolle und da muss schon mal was neu gemacht werden, wenn die Verkabelung nicht so schön aussieht, wie es gewünscht ist. Ich frage mich, warum einzelne Komponenten mit unterschiedlichen Schraubgewinden montiert werden und lasse mir erklären, dass dies mit den weltweiten Zulieferern zu tun hat, die sich nicht auf einen Standard einigen können. Na ja, das scheint aber ein typisches „Anfängerproblem“ zu sein, denn mit mehr Erfahrung wäre das kein Thema mehr.

#13:00 Uhr, dto.#
Nach der Mittagspause zeigt mir Herr Homann zunächst den Betrieb. Großhandel, Produktion und Service: Eine gigantische logistische Leistung, die hier in jeder Minute erbracht wird. Entstanden aus einer „Garagenfirma“, jetzt mit 440 Mitarbeitern und ca. 470 Mio. Euro Umsatz im Jahr nun eines der erfolgreichsten familiengeführten und unabhängigen IT-Unternehmen Europas. Am Standort Hüllhorst werden täglich ca. 800 Rechner zusammengebaut.

#13:30 Uhr, dto.#
Jetzt geht es in die Notebook-Abteilung. Hier ist alles noch viel kompakter und auch die Funktionskontrollen werden direkt am Arbeitsplatz gemacht. Der Abteilungsleiter Herr Struckmeier und Herr Kokoska erklären mir alles und wenn ich einen Fehler mache, merke ich das spätestens beim Einschalten. Das kommt aber glücklicherweise nur einmal vor. Gegen 14.15 kommt der Chef vorbei. „Das ist so seine Zeit“ erklären mir die Kollegen und sie freuen sich darüber, dass Siegbert Wortmann täglich den Kontakt zur Produktion hält.

#16:00 Uhr, dto.#
Feierabend! Danach auf einen Kaffee ins Büro von Siegbert Wortmann. Wir reden über Politik und auch da, so scheint mir, ist Siegbert Wortmann frei von jeder Ideologie und ganz Pragmatiker. Danke für die Chance, hier einen Tag arbeiten zu können – #das war für mich eine wichtige Erfahrung.#

#17:00 Uhr, zu Hause#
Ich habe mir den Abend nach meinem Arbeitseinsatz extra frei gehalten und stelle fest: Das war auch gut so, denn nach so einem Tag freut sich auch mein Sofa über einen Besuch.
#Mittwoch, 18. April#

#11.00 Uhr, Lübbecke, Fa. Dannemann#
Die #Gewerkschaft NGG, der Betriebsrat und die Geschäftsführung haben mich zu einem Besuch eingeladen#. Ich wundere mich über die strenge Eingangskontrolle am Werkstor. Alles wird protokolliert und ich werde am Eingang abgeholt. Das scheint wohl Vorschrift zu sein (so lasse ich mir später erklären), weil es in der Tabakindustrie strenge Vorgaben vom Zoll gibt.

Es ist schon #faszinierend, so eine Zigarillo-Produktion kennen zu lernen.#
Bei der anschließenden Diskussion geht es um viele Themen, aber vor allem natürlich auch um die #geplante Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes#. Da kann ich nun wirklich keine Versprechungen machen, denn das ist in Düsseldorf ein hochbrisantes Thema. Versprechen kann ich allerdings, bei dieser Debatte die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit im Auge zu behalten, denn allein in Lübbecke geht es um mehr als 200 Arbeitsplätze.

#19.00 Uhr, Minden, Wirtshaus Bavaria#
Bei einer #Veranstaltung des Kreisverbandes der Grünen Minden-Lübbecke# verfolge ich interessiert die #Vorträge und die Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft im ländlichen Raum sowie über die Folgen der gewerblichen Tierhaltung für unsere Region.#
Es sprechen: Friedrich Ostendorff, Bundestagsabgeordneter und agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag sowie Karl-Heinz Becker, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbandes in Minden-Lübbecke.

Es #macht schon nachdenklich, wie sich die Globalisierung auch auf die Landwirtschaft auswirkt# und ich habe große #Zweifel daran, dass dies der richtige Weg# ist.
Andererseits geht es aber auch um die Existenz der bäuerlichen Betriebe und ihrer nachfolgenden Generationen.
Es darf aber auch nicht sein, dass die Anwohner die erheblich steigenden Geruchs- und Verkehrsbelastungen ertragen müssen und die Landwirtschaft sich mit einer als „Bauernschläue“ (Becker) zu bezeichnenden Strategie nur knapp unterhalb sämtlicher rechtlich zulässigen Grenzwerte bewegt, um höhere Umweltstandards, Verträglichkeitsprüfungen, Filteranlagen etc. zu vermeiden!
Freiwillige Verträglichkeitsprüfungen und technische Standards oberhalb der Mindestanforderungen (also bestverfügbare Technik) würde die Akzeptanz verbessern.
Die grundsätzliche Diskussion um die Massentierhaltung ist dann noch eine andere Baustelle.
Auch bekannte Gesichter waren an diesem Abend in Minden zu sehen: Einige Mitglieder der Bürgerinitiativen gegen den Hähnchenmaststall in Tengern informierten sich bei der Veranstaltung.
#Donnerstag, 19. April#

#8.00 Uhr, zu Hause#
Heute gibt es noch #mehrere dienstliche Telefonate# und einige #Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Landtagswahl# zu bearbeiten. Außerdem hat #Hartmut Stickan eine Wahlanalyse# für meinen Wahlkreis gemacht. Es bleibt ein #Kopf-an-Kopf-Rennen um das Direktmandat# in meinem Wahlkreis.

#19.00 Uhr, zu Hause#
Letzte #Vorbereitungen# für den morgigen Einsatz #mit Hannelore Kraft. Ich freue mich schon drauf.#
#Freitag, 20. April#

#14.00 Uhr, Minden, Victoria Hotel#
Mit etwas Verspätung #trifft Hannelore Kraft in Minden# ein. Sie war um 7.00 Uhr schon im ZDF-Morgenmagazin, danach zum Straßenwahlkampf in Bünde und in Herford. Jetzt gibt es einen kleinen Mittagsimbiss, doch die Zeit wird genutzt, um letzte Absprachen für die Tour im Mühlenkreis zu treffen. Wir gehen davon aus, dass die Frage der Dichtigkeitsprüfung und die Genehmigung der Sekundarschule angesprochen werden. Hannelore Kraft ist darauf vorbereitet und lässt sich von ihren Mitarbeitern die letzten Informationen auf ihren Rechner senden.

#14.30 Uhr, Minden, Martinitreppe#
#Großes Hallo# in der Mindener Innenstadt. Viele haben auf den Besuch von Hannelore Kraft gewartet. Eine kurze Ansprache und dann #nimmt sich die Ministerpräsidentin Zeit#, um mit einzelnen zu reden, Autogramme zu geben und Fotowünsche zu erfüllen. Inge Howe und ich verteilen Rosen.
Einer #Redakteurin von „Radio Westfalica“ fällt auf#, dass #Hannelore Kraft mich mit meinem Kurznamen „EWi“ angesprochen# hat.
Ich erläutere ihr, dass ich #seit mehr als zehn Jahren mit ihr im Landesvorstand der NRW-SPD zusammenarbeite# – natürlich kennt man sich da…

#15.15 Uhr, Minden, Mindener Tageblatt#
Durch die „Katakomben“ des MT-Gebäudes erreichen wir das Besprechungszimmer des Mindener Tageblattes zu einem Redaktionsbesuch.
#45 Minuten Rede und Antwort#. Danach fahre ich mit Inge Howe in Richtung Wittekindshof. Hannelore Kraft muss mit ihren Sicherheitsleuten fahren.

#16.30 Uhr, Bad Oeynhausen, Wittekindshof# #Herzliche Begrüßung durch Prof. Dr. Starnitzke# und etlichen Verantwortlichen aus der Leitung, dem Stiftungsrat und dem Kuratorium des Wittekindshofes. Wir #sprechen unter anderem über die Chancen und Probleme, um das Thema „Inklusion“ aus der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen#.

Das ist eine Aufgabe, die sicherlich ein bis zwei Generationen dauert, bis sie umgesetzt wird.
Entgegen dem geplanten Programm unterhält sich Hannelore Kraft vor allem mit den jungen Leuten aus dem Berufsbildungsbereich. Die Auszubildenden des Ausbildungsrestaurants erzählen über ihren bisherigen Lebensweg.
Hannelore Kraft verspricht, wieder zu kommen, doch zunächst erfüllt Sie den Wunsch der Auszubildenden Anna-Lena Koke einen Blick in die Ausbildungsküche zu werfen: Das nutzt auch die Presse, um schöne Bilder zu machen.

#18.30 Uhr, Lübbecke, Stadthalle#
Vorbesprechung mit dem Moderator und allen Beteiligten. Die Stadthalle füllt sich.

#19.30 Uhr, Lübbecke, Stadthalle#
#Rund 500 Gäste in der vollbesetzten Lübbecker Stadthalle.# Ich berichte von meinem Arbeitseinsatz bei der Wortmann AG. Dazu werden die Fotos vom Dienstag gezeigt. Inge Howe berichtet von ihrem Arbeitseinsatz in der Mindener Tagespflege.

Danach der #SPD-TV-Spot zur Landtagswahl# und ein #längeres Interview mit Hannelore Kraft#. Dann Fragen aus dem Publikum, die vorher gesammelt und vom „Anwalt des Publikums“ eingesammelt wurden. Wer seine Mail-Adresse hinterlässt, bekommt auf jeden Fall eine Antwort, auch wenn die Frage an diesem Abend aus Zeitgründen nicht mehr zum Zuge kam.
Anschließend bin ich gemeinsam mit Inge Howe wieder bei Hannelore Kraft auf der Bühne. Wir verabschieden uns mit einem Gastgeschenk: Ein „Insektenhotel“ für den Garten, hergestellt in einer benachbarten Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

#Danach noch Gespräche und Autogramme. Das war ein toller Abend. Danke Hannelore.#

#22.30 Uhr, Hille, Oberlübbe,Alte Lübber Volksschule#
Für die Veranstaltung wurde das #Wochenendseminar der „SPD-Parteischule Minden-Lübbecke“# kurzfristig unterbrochen und anschließend trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder im Seminarraum, um #das Ganze kritisch zu reflektieren.#

Ich hatte versprochen, auf dem Rückweg noch kurz vorbei zu kommen und zur Diskussion zur Verfügung zu stehen.
#Versprechen eingehalten! Super Gespräch#, war auch für mich hilfreich, Nur „kurz“ war es nicht als ich gegen hab eins nach Hause gefahren bin.
#Samstag, 21. April#

#11.00 Uhr, Hüllhorst Gesamtschule#
Ich besuche eine #Informationsveranstaltung der Hüllhorster Gründen mit der schulpolitischen Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Sigrid Beer.# Sie gibt Hintergrundinformationen zum Schulkonsens im Landtag, der Zwischen SPD, Grünen und CDU geschlossen wurde.

Dieser #Konsens gehört wohl zu den großen politischen Erfolgen der letzten Jahrzehnte,# denn endlich ist der „Schulfrieden“ vereinbart, der auch kommunalpolitisch vieles einfacher macht.
In Hüllhorst haben wir das in Bildungsfragen schon lange. So sind auch bei dieser Veranstaltung alle Parteien vertreten.
Sigrid Beer informiert auch darüber, dass die Anmeldezeit für die geplante Sekundarschule in Preußisch Oldendorf unbegrenzt verlängert wurde. So wie es Hannelore Kraft bereits am Freitag deutlich gemacht hat: Die Zahl von 75 Anmeldungen muss erreicht werden, so steht es im Gesetz. Es wäre toll, wenn es nun gelingen könnte, die fehlenden vier Anmeldungen noch zu erreichen. Dazu muss das pädagogische Konzept für die Eltern überzeugend sein und nicht ausschließlich das Standortargument. Schade, dass dies beim Preußisch Oldendorfer Bürgermeister offensichtlich noch nicht angekommen ist.

#14.00 Uhr, Hüllhorst-Tengern#
#20 Jahre Förderverein der Grundschule Tengern#, mit Darbietungen der Kinder und Beiträgen aus der Geschichte der Vereinsarbeit. Das war #für mich ein schönes Jubiläum, zumal ich den Verein damals mit gegründe#t und die Satzung entworfen habe.

#16.30 Uhr, Hille-Eickhorst#
#Mühlentag an der Eickhorster Mühle#. Der Mühlenverein hatte diesmal etwas Pech, denn es hat zwischendurch geregnet und darum waren etwas weniger Besucher da als sonst. Trotzdem tolle Stimmung und ich habe viele nette Gespräche geführt. Die #Führung durch die Mühle war sehr gut: Hoch kompetent und kurzweilig, Danke!#
#Sonntag, 22. April#

#12.30 Uhr, Stemwede-Levern#
#Rundgang beim Frühlingsfest# in Levern. Eine holländische Damenband macht richtig Kapelle und heizt die Stimmung an. Einige Parteifreunde begleiten mich, dadurch konnte ich auch viele Leute kurz kennenlernen.

#13.30 Uhr, Stemwede-Levern#
#Sachen gibt’s, die gibt es gar nicht#: Wir unterhalten uns auf dem Frühlingsfest über das alte Schwefel-Badehaus in Levern. Der Besitzer rückt kurzerhand den Schlüssel heraus und wir besichtigen spontan die Anlage unter Führung von Friedrich Reckmann: Zauberhaftes Ambiente im Stil der frühen 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Leider inzwischen schon ziemlich heruntergekommen. Die Idee, hierfür Sponsoren zu suchen ist klasse. Vielleicht wird ja mal „Bad Levern“ (wieder) Realität?!

#14.15 Uhr, Stemwede-Wehdem, Life House# #„Café-House Wehdem“ – Klönschnak# am Sonntagnachmittag. Ein regelmäßiges Projekt des Vereins JFK (Jugend, Freizeit, Kultur) in Stemwede und der Lebenshilfe Lübbecke. Sehr freundliche Bedienung, leckerer Kuchen und tolle Atmosphäre.

#15.15 Uhr, Espelkamp Innenstadt#
Ein Gang über den #Automarkt# in Espelkamp. Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Autos, doch die Innenstadt gab noch viel mehr her. Zwischendurch ein #Kurzbesuch in der Soziastation des Ludwig-Steil-Hofes#. Danke für den leckeren Kaffee!
Gut war auch der „Verleger-Bulli“ der Neuen-Westfälischen: Ein richtig altes, „rotes Schätzchen“.
Interessante Präsentation der Rettungsschere durch die Espelkamper Feuerwehr.

#19.30 Uhr, zu Hause#
Das WDR-Nachrichtenmagazin #„Westpol“ berichtet über den neusten NRW-Wahl-Trend#.

#Mein Fazit: Gute Umfragen sind schlechter als schlechte Umfragen, doch Umfragen sind noch keine Stimmen. Dies waren gute Umfragen!#