23. Kalenderwoche: 4. Juni bis 10. Juni 2012

Organisation ist, wenn die Technik steht und ein Wochenende voller Begegnungen

#Montag, 4. Juni 2012#
#12.00 Uhr: Treffen mit meiner Kollegin Inge Howe (MdL) und Ulrich Pock, SPD-Geschäftsführer, im Bürgerbüro in Minden-Dützen#: Es geht um die künftige Organisation der Abläufe im Bürgerbüro und um Absprachen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Wir wollen ja, dass die Arbeit in Düsseldorf und im Wahlkreis reibungslos funktioniert. Zum Thema „Organisation“ gibt es doch das Zitat vom ehemaligen EU-Parlamentspräsidenten Klaus Hänsch (SPD): „Vision ohne Organisation verkommt zur Illusion.“ Das soll uns nicht passieren – wird es auch nicht 😉
#Dienstag, 5. Juni 2012#
Heute wieder #das volle Tagesprogramm#:

#6.20 Uhr# aus dem Haus und ab nach Düsseldorf. #9.30 Uhr# ins Büro und schon um
#10.00 Uhr# treffe ich mich mit dem medienpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Vogt, um mit ihm die medienpolitischen Themen der nächsten Legislaturperiode kurz anzusprechen.

Es bleibt wenig Zeit, denn um
#10.30# ist bereits Fraktionssitzung und wir bereiten die heutige #Sondersitzung des Plenums# vor.
Da geht es u.a. um einen Finanzbedarf für die Westdeutsche Landesbank in Höhe von 1 Mrd. EURO. Das ist (für einen Neuen in der Fraktion) ein ziemlich komplizierter Sachverhalt. Doch die Beratungen in der Fraktion geben einen guten Einblick.
Um #12.00 Uhr# eröffnet Carina Goedecke als neue Landtagspräsidentin die #2. Sitzung des Landtages.#
Diese Sitzung wurde wegen verschiedener Fristen von Gesetzentwürfen notwendig, die wegen der Auflösung des Landtages verschoben werden mussten.
Bei der WestLB gab es (wie zu erwarten) eine hitzige Debatte. Doch alle Vorlagen wurden einstimmig an die zuständigen Ausschüsse verwiesen.
Anschließend ein Linseneintopf in der Landtagskantine und hoch, in die 5. Etage, in unser gemeinsames Büro. Auch Inge Howe erledigt wieder eifrig die Post, denn der Petitionsausschuss hat schon seine Arbeit aufgenommen.

#Am Nachmittag# hole ich meine mobilen Computer-Anlagen aus der EDV-Abteilung des Landtages ab und bekomme eine Einführung, wie man mit dem Netzwerk im Landtag arbeitet: Das ist alles gut durchdacht und mit hohen Sicherheitsstandards versehen. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das alles so eingerichtet ist, wie es sein soll, denn mein eigenes Büro mit der entsprechenden Ausstattung wird wohl erst in der Sommerpause fertig.

Es hilft mir, was ich in meinem bisherigen Berufsleben gut gelernt habe: Informieren, organisieren, improvisieren!

#Direkt vom Löhner Bahnhof# aus geht es nach Espelkamp, denn dort warten schon die #JUSOs aus dem Altkreis# Lübbecke. Sie diskutieren über #Bildungspolitik und Inklusion#.
Es ist toll: Rund 20 junge Leute und alle reden mit. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen ein und ich kann über bildungspolitische Grundlinien der SPD informieren und meine Ansichten zum Thema „Inklusion in der Schule“ beisteuern. Der neue Espelkamper SPD-Chef, Jens Bölk, informiert über die Beratungen zur Sekundarschule bzw. zur Gesamtschule in seiner Stadt. #Ein spannender Abend#, der mit einem Abschlussbier mit einigen JUSOs zu Ende geht. – Natürlich muss der „frischgebackene“ Landtagsabgeordnete eine Runde ausgeben – was tut man nicht alles für die Nachwuchsförderung 😉

Es ist #fast Mitternacht#, als ich wieder in Tengern eintreffe – #müde, aber gut gelaunt#.
#Mittwoch, 6. Juni 2012#
Gegen Mittag bin ich in #Petershagen-Wasserstraße# verabredet. Es geht um die #Zukunft der Fischerei auf der Weser#.

Am #Nachmittag ist der EDV-Mitarbeiter# aus der Landtagsverwaltung in unserem Mindener Bürgerbüro, um die EDV-Anlage dort zu installieren. So langsam kommt alles in Gang. Wenn jetzt noch mein Büro in Düsseldorf fertig wäre…

Um #17.00 Uhr# trifft sich der #Koordinierungskreis vom Hüllhorster Bündnis für Familie#. Ein Schwerpunkt ist die Frage der #verlässlichen Betreuung von Grundschulkindern in den Ferienzeiten#. Gemeinsam #mit Daniela Wittemeier habe ich hierzu# bereits vor einigen Wochen eine #Bestandsaufnahme gemacht#. Wir müssen sehen, wie wir den offensichtlich vorhandenen Betreuungsbedarf (gemeinsam mit den vorhandenen Institutionen) künftig abdecken.

Übrigens habe ich #im Sprecherkreis versprochen#: Wenn es terminlich irgendwie möglich ist, würde ich die Sprecherfunktion im Bündnis gerne weitermachen, denn #hier erfährt man, wo wirklich der Schuh drückt# und diese Blickrichtung kann man in Düsseldorf sicherlich gut gebrauchen.

Um #17.45# kommt die tags zuvor angekündigte SMS. Doch gestern war die Uhrzeit noch nicht klar: Um 18.00 ist Telefonkonferenz des SPD-Landesvorstandes, es geht um die #Zwischenergebnisse der Koalitionsgespräche#. Der Terminplan steht und nächsten Dienstag wird das Ergebnis um 10.00 Uhr in einer gemeinsamen Sitzung von Parteivorstand und Fraktion vorgestellt. Danach wird die Presse informiert.
#Nach unserer Familien-Bündnis-Sitzung# gehen noch einige von uns etwas essen. Dabei gibt es viel Diskussions-Stoff und wieder ist es fast Mitternacht geworden…
#Donnerstag, 7. Juni 2012 (Fronleichnam)#
Heute Nachmittag wollte ich #eigentlich die Einladung von Günter Bohne annehmen#, um beim Grillnachmittag der #„SPD-AG 60 plus“# in Stemwede dabei zu sein.
#Doch am Nachmittag kommen per Mail die aktuellen Texte aus der Arbeitsgruppe unserer Koalitionsgespräche# mit Rückfragen und Hinweisen aus der Gesamt-Redaktionsgruppe. Also geht es an den Schreibtisch zur redaktionellen Feinabstimmung und ich muss bei Günter absagen.

Am #frühen Abend besuche ich dafür aber unseren Alt-Genossen Heinrich Schwettmann# in Holsen. Heinrich hat in seinen 80 Lebensjahren viel geleistet – auch für die Gemeinschaft, denn er war dreißig Jahre für die SPD im Holsener bzw. Hüllhorster Gemeinderat, davon zwanzig Jahre Ortsvorsteher in Holsen. Zudem war er aktiv in zahlreichen Vereinen. Heute genießt er seine Musik, seine Blumen und die Gemeinschaft mit seiner Katze Fehlie.
#Freitag, 8. Juni 2012#
Die #Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica# hat zur Premiere eingeladen: Gespielt wird #„Der Graf von Monte Christo“# nach dem Roman von Alexandre Dumas. Ein sehr #anspruchsvolles Stück#, das in der zauberhaften Atmosphäre der Freilichtbühne im Wiehengebirge mit großem Können und ca. 50 ehrenamtlich Aktiven auf der Bühne präsentiert wird. Dieser Abend hat sich wirklich gelohnt. Mein #Kompliment an die Darsteller und an den Verein# für diese Meisterleistung!
#Samstag, 9. Juni 2012#
Um 13.00 Uhr startet der #Bundeswettkampf der Jugendfeuerwehren# auf dem Sportgelände der Gesamtschule in Hüllhorst. 15 Mannschaften mit insgesamt 135 jungen Feuerwehrleuten aus dem Kreis Minden-Lübbecke im Alter zwischen 10 und knapp 17 Jahren (darunter 25 Mädchen) sind im #Wettkampf um Ausdauer, Geschick und Fachwissen.#
Bei der #Siegerehrung# gegen 17.00 Uhr #darf ich den Pokal für den ersten Platz an die Jugendfeuerwehr Stemwede-Haldem II# übergeben.

Zweiter Platz: Petershagen Gorspen-Vahlsen. Dritter Platz: Stemwede Haldem I.
Ich freue mich darüber, dass alle drei Manschaften, die nun #am Landeswettbewerb teilnehmen# aus meinem Wahlkreis kommen.

#Viel Glück für die nächste Runde# bei den Landesjugendfeuerwehrspielen in Hallenberg (Hochsauerlandkreis).

Zwischendurch um 15.00 Uhr bin ich vor dem Dorfgemeinschaftshaus #in Schnathorst#, wo im Rahmen der #Sportwerbewoche ein Kräftewettbewerb# mit elf Teams stattfindet. Jeweils sieben Teilnehmer ziehen den Barre-Oldtimer-Bus über eine Strecke von 33 Metern. Den #Startschuss gibt Landrat Dr. Ralf Niermann#. Das #Gewinner sind die Feuerwehrleute aus Bröderhausen#.

Danach geht es im Schnathorster Dorfgemeinschaftshaus weiter: Der #SPD-Ortsverein# hat zu einem Kaffeetrinken eingeladen und der #langjährige Bundestagsabgeordnete Lothar Ibrügger und Dr. Ralf Niermann ehrten# langjährige Parteimitglieder:
Für #25 Jahre# das ehemalige Ratsmitglied und aktiven sachkundigen Bürger im Bauausschuss sowie im Planungsausschuss, #Erwin Heemeier#.
Für #40 Jahre Mitgliedschaft#: Den Ortsvereinsvorsitzenden #Hartmut Maschmeier#, sowie #Liesbeth Maschmeier, Karl-Heinz Otte, Sieglinde Schulte, Wilfried Tiemeier sowie den Kreistagsabgeordneten und Hüllhorster SPD-Chef Reinhard Wandtke#. Herzlichen Glückwunsch!

Um 19.00 Uhr darf ich #Ehrengast im Spielerheim beim Heimatverein Oberbauerschaft# sein, bevor um 20.00 Uhr die #Premiere des Schwanks in drei Akten „Mien Wief häff’n Brübm“# auf die Bühne gebracht wird. Es ist die 65. Spielsaison, die von den Oberbauerschaftern präsentiert wird. Eine turbulente Handlung, mit klasse Showeinlagen und etwas, was ich noch nie gehört habe: Oberbauerschafter Plattdeutsch mit amerikanischem Akzent. #Super!# Und wie immer am Schluss: alle Verwirrungen werden aufgelöst und das Happy-End ist perfekt.. Auch hier ein #großes Kompliment an die schauspielerische Leistung und an das ganze Vorbereitungsteam und die Vereinsführung#.

Leider waren nicht so viele Zuschauer anwesend, weil das erste Deutsche Länderspiel gegen Portugal bei der diesjährigen Europameisterschaft natürlich eine nicht unerhebliche Konkurrenzveranstaltung war. Doch auch an den nächsten Wochenenden besteht noch die Möglichkeit, die Lachmuskeln auf der „Kahlen Wart“ spielen zu lassen. Es lohnt sich!
#Sonntag, 10. Juni 2012#
Um #10.00 Uhr ist Gottesdienst# in der Scheune auf dem Hof von Friedrich und Jan Weber in #Minden-Hahlen#. Eine gute Stimmung bei schönem Wetter sowie sehr gute und nachdenkliche Predigt von Pastor Wilmsmeier. Der #Kreisverband Minden-Lübbecke des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes# hatte zum #„Tag des offenen Hofes“# eingeladen, der alle zwei Jahre stattfindet. Nach dem Gottesdienst ist die offizielle Eröffnung mit dem Kreisverbandsvorsitzenden Karl-Heinz Becker. Die Regierungspräsidentin Marianne Thomann Stahl und Landrat Dr. Ralf Niermann halten Grußworte und dann machen wir eine gemeinsame Hofbesichtigung.

Das #Thema Landwirtschaft ist eine hochkomplexe Materie# zwischen existenzsichernden Einkommen für mehrere Generationen auf den Höfen, Verbraucherschutz, artgerechter Tierhaltung, technischen und biologischen Innovationen, einem offensichtlich alles beherrschenden Weltmarkt und den berechtigten Emissions-Sorgen von Anwohnern in Wohngebieten

Beim #Rundgang erfahre ich schon mal so einiges über Milchviehhaltung und Kälberzucht#. Dazu gehört natürlich auch mein (einigermaßen gelungener) Melkversuch an einem „Kuh-Dummy“.

Auf dem Weg werde ich #vom Vorsitzenden der Kreisjägerschaft auf die geplante Jagd-Gesetzgebung# des Landes angesprochen. Ein Thema, von dem ich aus unseren Beratungen vor der Wahl weiß, dass #wir kein Gesetz in Düsseldorf machen wollen, ohne die Betroffenen ausführlich zu beteiligen#. Gern komme ich zu gegebener Zeit in eine Vorstandssitzung der Kreisjägerschaft, um mich zu informieren.

Anschließend geht es #per Trecker und Planwagen zur modernen Schweinemastanlage#, etwas außerhalb des Ortes. Aus Hygienegründen werden wir mit weißen Einmal-Overalls sowie Schuhüberziehern ausgestattet und betreten über eine Desinfektionsmatte den Stall mit ca. 1.500 Mastschweinen.
Ein hochinteressantes Erlebnis mit guten Gesprächen und neun Erfahrungen. Das war wohl #nicht das letzte Mal, dass ich etwas über Landwirtschaft gelernt habe#. Das soll auch so sein, wenn ich den ländlichen Raum in Düsseldorf vertreten will.

Als ich mich gegen 13.30 auf den Weg zu einer #privaten Feier nach Espelkamp-Vehlage# mache, bin ich viel zu spät dran, doch Irma, die hier ihren Geburtstag feiert, hat es mir nicht übel genommen.
Ich bekomme noch eine Suppe und am Nachmittag noch leckeres Eis – draußen in gemütlicher Runde.

Der #Tatort# am Sonntag war #leider eine Wiederholung# – aber so ist das oft in Fußballzeiten 😉